ICDP – das international erfolgreiche Programm zur Stärkung der menschlichen Fürsorge-Potenziale

ICDP = International Child Development Programme
Internationales Programm zur Verbesserung der Entwicklungschancen von Kindern

Jetzt auch in Deutschland!

ICDP-Steckbrief:

  • seit 3 Jahrzehnten international etabliert
  • kann an unterschiedliche Fürsorgekontexte flexibel angepasst werden
  • kultursensibel, ressourcenorientiert, nachhaltig
  • fortlaufende Überprüfung der Wirksamkeit
  • von der WHO als Methode zur Verbesserung der psychischen Gesundheit anerkannt
  • von UNICEF unterstützt als Programm zur Stärkung der Kinderrechte
HERKUNFT UND GESCHICHTE VON ICDP

Die Grundideen von ICDP wurden Mitte der 80er Jahre von den beiden norwegischen Psychologieprofessoren Karsten Hundeide und Henning Rye und ihrem Team entwickelt. Unterschiedliche Versionen des ICDP-Trainings wurden zunächst in verschiedenen Erdteilen (Europa, Asien und Afrika) erprobt und evaluiert.
1992 wurde die ICDP-Organisation als private Stiftung in Oslo registriert. 1992 – 1994 erarbeitete und formulierte Prof. Hundeide an der Universität Bergen die 8 Leitlinien der positiven Interaktion, die seitdem den Kern eines jeden ICDP-Trainings bilden. Ausgehend von Skandinavien, erfolgen seitdem umfangreiche Initiativen zur Durchführung von ICDP-Projekten in der ganzen Welt.

ZIELSETZUNG

Die allgemeine Zielsetzung der internationalen ICDP-Arbeit ist:

  • Das Betreuungsumfeld von gefährdeten, vernachlässigten, missbrauchten und verlassenen Kindern und Familien in einem Kontext von Armut, Krieg, Entwurzelung und Krankheit (z.B. HIV/AIDS) zu verbessern.
  • Im Bereich psychosozialer und pädagogischer Fürsorge für Kinder in gefährdeten Gemeinden Kompetenzen aufzubauen, und zwar in Kooperation mit örtlichen Einrichtungen und Betreuungsnetzwerken.
  • Familien- und Gemeindestrukturen vor allem in stark gefährdeten Gebieten der Erde zu stärken und zu erneuern, die aufgrund der schädlichen Auswirkungen von Armut, Drogenmissbrauch und HIV/AIDS zu zerfallen und zusammenzubrechen drohen.
  • Die Qualität und den Einfluss der ICDP-Arbeit zu evaluieren und fortlaufend zu überprüfen, indem die Indikatoren für das Wohlbefinden von Kindern und Familien beobachtet und dokumentiert werden.
  • Die Nachhaltigkeit der ICDP-Intervention zu gewährleisten, indem die Mitarbeitenden vor Ort sowohl für die Gruppenarbeit als auch für die Projektleitung qualifiziert werden.

Quelle: What is ICDP and its strategy of intervention?
Prepared by the ICDP international team, 2010, S. 5 f.
Download von www.icdp.info, übersetzt von mir

STRATEGIE

Der ICDP Trainingsansatz basiert auf der Idee, dass der beste Weg, Kindern zu helfen, ist, ihren Bezugspersonen zu helfen. Hilfe bedeutet hier, Kompetenz aufzubauen und das existierende Betreuungssystem des Kindes zu unterstützen. Alle Kulturen entwickeln ihre eigenen Mechanismen der Fürsorge für das Überleben und die Entwicklung von Kindern, und es sind diese „einheimischen Praktiken“, die identifiziert und reaktiviert werden, um eine Entwicklung anzuregen, die wirklich authentisch und nachhaltig ist. Der erste Schritt bei dieser Intervention – tatsächlich ist es eher eine Sensibilisierung –  ist das Identifizieren der vertrauten Kindererziehungspraktiken, die als Basis für die weitere Entwicklung dienen, anstatt Konzepte und Regulationen von außen aufzuerlegen.

Quelle: Nicoletta Armstrong: Leaflet, S. 1
Download von www.icdp.info,
übersetzt von mir

EINSATZBEREICHE

Schulen, Kindertages- und Altenpflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Flüchtlingshilfe, des Gesundheitswesens, Einrichtungen und Netzwerke im Bereich von Sozialen Diensten, Gesundheit, Erziehung und Bildung, Kinderschutz und Gewaltprävention

VERBREITUNG

ICDP ist aktuell in mehr als 43 Ländern der Erde vertreten. Im großen Maßstab ist ICDP in den skandinavischen Ländern, in Angola, Mosambik, Guatemala und Brasilien etabliert, auch in El Salvador ist das Programm landesweit verbreitet. In Kolumbien konnte ICDP mit der Unterstützung von UNICEF 200.000 Familien erreichen. In Norwegen wird ICDP vom Familienministerium breit gefächert eingesetzt und koordiniert. ICDP startet jetzt auch in Deutschland:
http://www.icdp.info/icdp-in-hamln
http://www.icdp.info/germany

WIRKSAMKEITSSTUDIEN

ICDP-Projekte in Skandinavien, Afrika und Lateinamerika werden fortlaufend evaluiert. Die Studien bestätigen durchgängig die Wirksamkeit des Programms.

AUSZEICHNUNGEN

2008: Auszeichnung als beste Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahme, insbesondere in der Arbeit mit Minderheiten, durch die Stadt Oslo.

2008: Verleihung des National Award for Human Rights von Kolumbien an den Bezirk Boyaca, der mit seinem Flagschiff-Programm ICDP 70.000 Familien erreichte

2010: Work Prize an das dänische Institut für Beziehungspsychologie (Institut for Relationspsykologi, Aarhus) für die Anwendung der ICDP-Methodologie auf Lehrende im Kindergartenbereich

ANERKENNUNG DURCH DIE WHO

1993 präsentierte Prof. Karsten Hundeide ICDP bei einem Symposium der WHO (Weltgesundheitsorganisation). Nach der Evaluation übernahm die WHO das ICDP-Programm als eine anerkannte Methodologie zur Förderung der psychischen Gesundheit. 1994 veröffentlichte die WHO das ICDP/WHO-Handbuch.

KOOPERATION MIT UNICEF

2001 wurde ICDP nach einer Präsentation von Nicoletta Armstrong zum Partner von UNICEF Columbia. Daraufhin führten die lokalen Ministerien für Gesundheit, Erziehung und Soziale Dienste umfangreiche Projekte in vielen Teilen des Landes und in über 260 Städten durch. 2003 veröffentlichte UNICEF das ICDP-Handbuch als „ICDP-Rucksack“.

WEITERE PARTNERORGANISATIONEN

NORAD (Norwegan Agency for Development Cooperation), Save the Children, PLAN, FLOCHEM AS, SDIA, GHFP, Cartones America, Snohetta, MEAT und Confirmit.

VISION

Die ICDP-Vision besteht darin, neue Partnerschaften einzugehen und die Kooperation mit internationalen und lokalen Netzwerken weiter auszubauen und deren Teams zu trainieren. Die Organisation verfolgt das Ziel, das ICDP-Programm mit einer großen Anzahl von Betreuungskräften von Kindern in den jeweiligen Ländern und Gemeinden durchzuführen.
Mit seiner Betonung der empathischen Fürsorge trägt es zur Verwirklichung der Kinderrechte bei und leistet, beginnend bei den gesellschaftlichen Wurzeln, einen Beitrag zum Frieden.

Quellennachweis: Alle nicht gesondert gekennzeichneten Texte dieser Seite sind meine Übersetzungen in Anlehnung an die Einleitungstexte auf der Website www.icdp.info unter dem Menüpunkt „Projects“.

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